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Vorwort Bürgermeister Hannes Fazekas: Ein Blick gezielt nach vorne.

Bürgermeister Hannes Fazekas

Sehr geehrte Damen und Herren,

selbst eine wirtschaftlich so gut aufgestellte Stadt wie Schwechat muss sich Gedanken um ihre Zukunft machen. Sicherlich, ein Flughafen, eine Raffinerie oder eine Brauerei sind keineswegs Segnungen, deren sich beliebig viele Kommunalverwaltungen rühmen können – Schwechat steht also sehr gut da. Trotzdem geht die Zeit nicht spurlos an uns vorüber, und das Zeitalter der Informationsgesellschaft ist längst Wirklichkeit geworden – im Kleinen – mit Handy, PC und digitalem Fernsehen – wie im Großen, mit digitalen Flughafen-Kommunikationssystemen, elektronischen Industriesteuerungen oder einer virtuellen Stadtverwaltung.

Und hier entsteht ein neuer Wettbewerb. Betriebsansiedlungen werden künftig dort stattfinden, wo nicht nur Grundstücke und Förderungen, sondern auch Breitbandanschlüsse, drahtlose Netzwerke, detaillierte Verkehrsinformationen und vieles mehr angeboten werden. Neue Unternehmen werden dort gegründet werden, wo optimierte Rahmenbedingungen zur Entfaltung gegeben sind, wie etwa ein Technologiezentrum, hochrangige Forschungs- und Ausbildungseinrichtungen sowie Zugang zu Betriebskapital. Auch Familien werden sich dort niederlassen, wo neben attraktiven Wohnungen und ausreichend Arbeitsplätzen zum Beispiel auch die Infrastruktur für computergestützte Telearbeit von zu Hause aus gegeben ist. Und dort, wo die Versorgung von Senioren und Kranken mit Hilfe fernmedizinischer Entwicklungen möglich ist, das mit dem Handy bestellte Taxi automatisch weiß, wo es hinfahren muss, und dort, wo moderne Aus- und Weiterbildungsstätten für Kinder und Erwachsene und vieles mehr Realität sind.

In etlichen kleinen und großen Gemeinden führt man bereits Pilotversuche in den verschiedensten Bereichen durch: zu lokalem Internet-TV ebenso wie zu per Mobilfunk abrufbarer Tourismusinformation.
 
Schwechat hat vor, eine lückenlose Informationsgesellschaft zu werden. Eine Informationsgesellschaft, aus welcher Vorteile und Vereinfachungen für die Bürger/-innen – egal welchen Alters oder welcher Bildung sie seien – in allen Lebensbereichen erwachsen. Eine Informationsgesellschaft, in der jede(r) den Zugang zu den für sich persönlich notwendigen Informationen besitzt, seien es solche für  Beruf, Schule, Weiterbildung oder Privatleben.

Die Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT) hält Einzug in unser Leben, sie ist vom Medium der Technikbegeisterten zum Werkzeug für jedermann geworden. Nicht dass nun jede Bürgerin, jeder Bürger unserer Stadt zur IKT-Expertin oder  zum Software-Ingenieur werden solle. Es geht vielmehr darum, dass wir Systeme zur Verfügung stellen, die uns in vielen Bereichen das Leben erleichtern. Systeme, die in einfachen und intuitiven Bedienschritten nutzbar sind, wie heute eine Waschmaschine oder ein Telefon.

Wie können wir uns diese Anwendungen veranschaulichen? Etwa so: Habe ich vergessen, im Büro ein Dokument abzuschicken, kann ich es ebenso von zu Hause aus tun. Will ich die Heizung früher als sonst höher schalten, kann ich es vom Handy aus tun. Benötigt ein neu angesiedeltes Unternehmen ein drahtloses Breitbandnetz für Produktionssteuerung und Flottenmanagement, so ist dieses schon da, und das Unternehmen kann sich auch mit seinen Filialen und Kunden vernetzen. Möchte der Kindergarten alle Eltern über neuen Öffnungszeiten informieren, gelangen die Informationen automatisch über jene Kanäle, die die Eltern bevorzugen (etwa Voice-Nachricht, eMail oder SMS) ebenso wie von anderer Stelle die Verständigung über eine Verspätung im Flug- oder Bahnverkehr. Die Meldung über heftige Schmerzen erreicht den Arzt dort, wo er gerade ist, die nötigen Blutbeutel nach einem automatisch gemeldeten Verkehrsunfall sind drahtlos abrufbar. Zahllose Beispiele ließen sich hier anfügen.

Es mag für viele heute noch utopisch klingen, aber das ist es nicht, zumal alle zugrunde liegenden Entwicklungen und andere bereits existieren. Anwendungsformen wie die genannten werden natürlich dennoch nicht eines nachts über uns hereinbrechen – man wird sich ausführlich darüber informiert haben, welche Technologien darunter den Menschen am meisten dienen und erwünscht sind.

Die Umsetzung von Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT) –Projekten stellt Anforderungen an Ausbildung, Forschung und Technologietransfer, also an die Kommunikation zwischen jenen, die die Technologien entwickeln, und jenen, die sie einsetzbar und wirtschaftlich sinnvoll machen. Projekte wie diese benötigen die Einbindung aller Bewohnerinnen und Bewohner dieser Stadt, aller Altersklassen, aller Wirtschaftszweige, der Interessensvertretungen, der Ausbildungsstätten, des Gesundheitswesens oder der Verwaltung.

Dafür wurde das Fünfjahresprogramm eSchwechat.at konzipiert.

eSchwechat.at ist eine Strategie, die alle angedachten Bereiche umfasst. eSchwechat.at ist ein Gegenwarts- und Zukunftskonzept, das die wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit – und damit die Lebensqualität unserer Bürgerinnen und Bürger – nachhaltig zu garantieren und aufzuwerten im Stande sein wird.

Arbeiten wir gemeinsam an unserer Zukunft. Das wünscht uns allen

Ihr

Hannes Fazekas
Bürgermeister der Stadt Schwechat

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